Republik bezeichnet als Gegensatz zur Monarchie eine Staatsform, pills in der das Staatsoberhaupt nicht dynastisch, medicine sondern über das Staatsvolk legitimiert ist,

Eine Republik muss nicht automatisch auch eine Demokratie sein.

Seit der Französosischen Revolution kennen wir in Europa die Republik.

Demokratie und Republik werden häufig gleichbedeutend verwendet, streng genommen beziehen sie sich jedoch auf unterschiedliche Sachverhalte.

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Dagegen bezeichnet eine Demokratie als Gegensatz zur Diktatur ein System, in dem auch die tatsächliche Staatsgewalt vom Volk ausgeht und politische Entscheidungen nach dem Mehrheits­prinzip getroffen werden. [wikipedia]

Im Prinzip wird der Begriff  DEMOKRATIE als Form und Methode der direkten Machtausübung des Volkes interpretiert und auch praktiziert.

Im Altgriechischen bedeutet Demokratie  demos kratos / demos = das Volk – kratos = macht es. 

Nehmen wir die heute gängige Interpretation – manchmal auch beabsichtigte oder auch aus Unkenntnis geäußerte Fehlinterpretation – der Demokratie. In gewisserweise entspricht die konservativ-eigennützige Verdeutschung durch aus dem Sinn, was sich die ersten Demokratie praktizierenden Staatsvölker darunter nicht nur vorstellten, sondern es auch klar – diesmal auf Griechisch – aussprachen: demos kratos = Die Macht des Volkes. Oder auch noch einfacher, wenn man mal den heutige Vorstellung von Macht ignoriert: Das Volk macht es!  
Das „Spezifische der Demokratie“ – als neue Demokratiedefinition
Der heute erkennbare Idealtyp von Demokratie ist somit

(1) ein solidarischer, sozialer Rechtsstaat,

(2) worin die als Volk vorweg vereinigten Individuen ihre Macht (Souveränität) subsidiär delegieren

(3) und ein kreislauffähiges Kompetenzensystem zur Realisierung der gemeinsamen Werte (des Gemeinwohls) einrichten

(4) Während Sozialstaat  und Rechtsstaat  auch schon ohne Demokratie möglich waren, bilden

•  die subsidiäre Delegation der Macht

• sowie das kreislauffähige Kompetenzensystem

das Spezifische der Demokratie.

Das letzte Definitionselement ist historisch neu und unbequem. Es dürfte jedoch unabdingbar zu einer Demokratie der Zukunft gehören. Denn nur durch das gestufte Kompetenzensystem ist die Realisierung gemeinsamer Werte als demokratisch mitbestimmt denkbar.

Repräsentative und direkte Demokratie
Vieles spricht für Stärkung der direktdemokratischen Elemente, jedoch nicht auf Kosten der repräsentativen Elemente. Vielmehr geht es um eine innere Synthese beider Spielarten der Delegation von Macht. Die direkte Demokratie basiert auf dem Mehrheitsprinzip, das nur in kleinen Gemeindeversammlungen mit direkter Beratung aller verbunden ist.
Die Begriffe „Demokratie” und „Rechtsstaat”
Demokratie wurde hier bereits als Selbstregierung des Volkes bezeichnet. In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776, zur Lostrennung der Kolonien von England, verbunden mit der „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte”, kam die neuzeitliche Demokratie als Baby voll zum Durchbruch, natürlich nicht ohne gedankliche Zeugung in der europäischen Aufklärung. Die bald folgende Feuertaufee des Babys für Europa selbst bildete dann die französische Revolution von 1789. Definitorisch berühmt wurde, fast hundert Jahre später, die so genannte Gettysburg-Formel für Demokratie von Abraham Lincoln aus dem amerikanischen. Sezessionskriegsjahr 1863: „government of the people, by the people, for the people”.
Die repräsentative Demokratie bringt, wo sie denn wirklich funktioniert, qualifizierende Elemente hinzu. Sie basiert auf Vertrauen der Wählenden in die besondere Qualifikation und die stellvertretende Beratung ihrer gewählten Stellvertreter. Wir müssen uns aber klar machen, dass wir heute – aus besagten Gründen – im staatlich-parlamentarischen Bereich keine funktionierende Repräsentation vorfinden. Würden diese Elemente voll gewürdigt und praktisch berücksichtigt, erwiesen sich zahlreiche, oft unausgesprochene Einwände gegen Demokratie als bloße Mehrheits-Herrschaft als hinfällig.
Die demokratische Mehrheitsregel wäre in der Tat „der Unsinn” (Friedrich Schiller), wenn es bei ihr um die pure Quantität, nicht um eine bereits durch Kompetenzauswahl und Beratung qualifizierte Mehrheit ginge!
Hier stellt sich die Frage, wer diese „kompetenten“ und „beratenen“ Volksvertreter denn wären? Sind es noch die vom Wähler namentliche gewählten Volksvertreter?  Unabhängig von der dadurch erkennbaren Korroptionsmöglichkeiten, stellt sich die Frage, dass in der Konsequenz also nur Vertreter der gebildeten Schicht gewählt werden.
Wirklich gebildete Menschen sind zweifelsohne Angehörige der Bourgeosie, der bereits herrschenden begüterten Oberschicht. Das einseitig quantitative Verständnis der Demokratie führt zu Zynismus, auch wegen der erschreckenden Abhängigkeit dessen, was „,Mehrheit” heißen soll, also von den Zufälligkeiten der Wahlgesetze.
Wenn es allein auf quantitative Mehrheit ankäme, wäre die Demokratie unglaubwürdig und zunächst moralisch, dann bald auch politisch endgültig erledigt. Beauftragung aufgrund von persönlichem Vertrauen und sachlichem Zutrauen in die Kompetenz der Beauftragten bilden auch den großen Unterschied zum imperativen Mandat in einem Rätesystem, das eigentlich subsidiär und basisdemokratisch, von unten nach oben, funktionieren soll, jedoch nicht funktionieren kann, solange nicht die vertrauensbasierte Übergabe von Vollmacht erfolgt.
Demokratie als Staatsform der Kommunikation, zu der Vertrauen und Beratung als wesentliche Bestandteile gehören, hängt in erster Linie von der Qualität ihrer „kommunikativen Gewalt” ab, der parlamentarischen.
Es versteht sich aber, dass außer der formell beauftragten Kommunikationsfunktion der Parlamente die informellen Beratungsprozesse überall in der Gesellschaft von großer Bedeutung sind, Auch in einem viergegliederten System sind die Parlamente „nur” die Formalisierung und Konzentration der gesamtgesellschaftlichen Kommunikation, der Meinungsbildungsprozesse in allen Lebensbereichen, selbst am viel belästerten Stammtisch, der gar nicht so dumpf wäre, wenn der Input von Seiten der politisch Agierenden intelligenter und transparenter wäre.
Hier muss korrigiert werden!
Demokratie ist keine Staatsform der Kommunikation! Warum wird hier nicht zurück gegangen auf die bisher unwidersprochene Auslegung des Begriffes demos kratos = Macht des Volkes. Die Demokratie als Staatsform der Kommunikation zu erklären, heißt nicht anderes, als dass das Volk dann nur noch nach der Pfeife des Staates tanzt. Der Staat ist der Dienstleister des Volkes, das mit Hilfe der dem Staat übertragenen Pflichten und Aufgaben dann seine Souveränität und seine Macht ausübt. 
Es versteht sich von selbst, dass dieses Verhältnis durch gegenseitige Kommunikation realisiert werden muss.  Kommunikation zwischen Staat und Volk gibt es aber nicht nur in einer demokratischen Staatsform, sondern auch unter der Feudalherrschaft, unter autoritäten Herrschern.
Direkte Demokratie
Direkte Demokratie kann in größeren Gemeinwesen – streng genommen überall, wo es über die Basisversammlung aller Betroffenen hinausgeht – selbst nur so gut sein, wie ihr repräsentativer Arm,  von diesem Arm abhängt. Das ist es, was in den Bilderbuchdarstellungen von direkter Demokratie meist unterschlagen wird. Was allerdings nicht gegen eine Volksabstimmung spricht, wenn sich wirklich ein markantes Ja oder Nein evtl. plus dritte Position zu einer alle bewegenden Frage herauskristallisiert. Dem grundsätzlichen Misstrauen in Volksabstimmungen von Seiten der politischen Klasse, die sich unbewusst gegen das allgegenwärtige Misstrauen ihr gegenüber noch ein kleines Weilchen selbst  behaupten will, wird hier nicht das Wort geredet! Eine Synthese beider Demokratiearten, welche die Vorteile und nicht die Nachteile beider zur Geltung bringt, ist aber möglich: durch die sachgemäße Differenzierung der Politikbereiche. durch Wandlung der Einheitsparteien zu jeweiligen problemangepassten Sachparteien !m Sinne der Viergliederung. Der entscheidende Schritt zu einer repräsentativen Demokratie, die zugleich direkt ist, besteht darin, dass Sachparteien sowie Einzelkandidaten nach ihrer Stellung zu anstehenden Sachproblemen bereichsspezfisch gewählt werden. Sachspezifische Abstimmungen gekoppelt mit persönlichem Vertrauensmandat. sind das Wesen der direkten Demokratie (sofern sie nicht mehr in Dorfversammlungen besteht). Der scheinbare Gegensatz ist also im hier entwickelten Vorschlag überwunden. All Übrigen schließt diese sprunghafte Verbesserung des Repräsentationssystems besondere DIrektwahlen für einzelne Bürgermeister, Ministerpräsidenten, Bundespräsidenten. Diesen beiden Formen der Demokratie sollte noch die Form  der partizipativen Demokratie hinzugefügt werden. Zumal sie  in vielen Kommunen und Städte bereits praktischer Alltag geworden ist. In der deutschen “Alltagssprache”übersetzt und genutzt. Diese Form ergänzt im Allgemeinen die repräsentative Demokratieform, die auch weiterhin noch das Sagen hat. Die gewählten Volksvertreter, in Städten Stadtverordnete genannt, entscheiden weiterhin allein über die kommunalen Gesetze und Verordnungen. Die Bürger, vertreten durch ihre Vereine, können bis zur endgültigen Entscheidung einer städtischen Verordnung, wie z.B. über den jährlichen Haushalt der Stadt, ihre Vorschläge einbringen.  Die Bürger haben darüber aber auch die Möglichkeit, durch Bürgerinitiativen zu einem konkreten Vorhaben Forderungen oder Proteste nachhaltig zum Ausdruck zu bringen und  bestimmte Vorhaben der Stadtverordnetenversammlung rückgängig zu machen. Wie gesagt, die partizipative Demokratieform ist zumindest in Deutschland zwar bereits verbreitet, hat aber noch nicht den Zustand der Mitbestimmung, also das Mitentscheidungsrechtes erreicht. Wir kennen bisher nur ganz wenige Beispiele, wo diese Mitentscheidung der Bürgerkommissionen bei der Behandlung z.B. des städtischen Haushalts, realisiert wurde. Porte Allegre in Brasilien war bei dieser realen Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung wohl das bekannteste Beispiel. Allgemein wird in der westlichen Gesellschaft anerkannt, dass die demokratische Form der Machtausübung – in Form der repräsentativen Demokratie – die wohl höchst entwickelte zivilisatorische Form der Wahrnehmung der Souveränität eines jeden Volkes sei.
 
Wenn dann sich noch ein Rechtsstaat als vom Souverän beauftragter Sachverwalter der Aufgabe annimmt, nach innen und nach außen – also international – die Interessen und den Willen des Volkes zu vertreten, dann wäre das wohl tatsächlich die zur Zeit beste Form des Zusammenlebens innerhalb eines Volkes und zwischen den Völker. Diese Erkenntnis darf jedoch nicht zu einem Dogma werden, sondern muss ständig hinterfragt werden. Besonders in den Beziehungen dieser sogenanten westlichen Staaten, die sich noch immer in althergebrachter Kollonialsprache “Nationen” nennen, zu den Völkern, deren postkolloniale und zivilisatorische Entwicklung ganz andere Wege gegangen ist. Viele dieser Völker haben noch heute eine von jahrhaunderte alter kultureller Tradition geprägte Lebensweise, die sehr oft im Gegensatz zur westlichen Kulturformen. Im Gefolge der Globalisierung der aus den westlichen Ländern kommenden kapitalistischen Gesellschaftsform kam es nicht selten zu dem was 1996 der USamerikanische Autor Samuel Huntington in seinem Buch “The Clash of Civilisations” fast hellseherisch voraussagte: Der Kampf der Kulturen. Es ist deutlich sichtbar geworden: Die westliche Vorstellung von einem demokratischen Rechtsstaat passt zumindest noch nicht in die Lebensformen anderer Länder, die zusammengenommen den größten Anteil an der Anzahl der auf diesem Planeten lebenden Menschen haben, wenn man da nur China, Indien, Indochina nennt. Der neue vom “Westen” kommende Wirtschaftskollonialismus mit seinen gepriesenen Werten von Souveränität, Demokratie und Rechtsstaat, findet bei vielen Menschen keine Zustimmung als erstrebenswerte Gesellschaftsform. Unterstützt wird diese Abneigung gegen westliche Kultur- und Zivilisationsformen durch den in diesen Ländern vorherrschenden muslimischen Glauben, auch Islam genannt. Diese durch den Glauben geprägten Formen des Zusammenlebens der Individuen in Großfamilien, in Stämmen und in Völkern leiden einerseits unter der Nichtgleichstellung der Geschlechter – die Frau ist das Eigentum des Mannes – , erfreuen sich aber andererseits eines tstarken Gemeinschaftsgefühls, in dem es zu einer Anerkennung des Anderen als Gleicher unter Gleichen kommt. Allerdings auch hier nur innerhalb eine gemeinsamen gleichen Glaubensbekenntnisses.
Ein Blick wieder zurück in die „westliche“ Vorstellung von Demokratie. Sie wird durch die globalisierte Diktatur des Finanzkapitals ihrer antiken Auslegung von Demokratie entledigt. Der Markt entscheidet alles. Konkurrenz belebt das Leben. In dieser Demokratieform gibt es letztendlich nur Gewinner und Verlierer.  Da übt zum Schluss nicht mehr das Volk die Macht aus, sondern nur eine kleine Gruppe von Menschen, die durch Aussaugen der Ware Mensch soviel Geld in der Hand haben, um damit alles andere zu kaufen: die Macht, die Ressourcen, ja ganze Gruppe von Dienern und auch von bewaffneten Schützern ihrer Macht. Das wird aber heute immer noch als Demokratie bezeichnet. Eine letzte Bemerkung zur Praktizierung von wirklicher Demokratie. Es ist mehr einhistorischer Rückblick auf die erste demokratischen Staatsform – im Stadtstaat Athen, um 500 v.Ch. Fasste nach demokratischem Verfahren die Mehrheit der auf der Agora (Markt- und Versammlungsplatz) versammelten wahlberechtigten Bürger einen Mehrheitsbeschluss, der sich in seiner Realisierung als falsch bzw. schädigend für das Volk auswirkete, wurde die gegen den Beschluss stimmende Minderheit entschädigt und die Wortführer und Beschlussumsetzenden entweder enteignet oder des Landes verwiesen.
Da kann man nur sagen, dass die westliche Demokratie viel Nachholebedarf hat. Diese vielseitige Betrachtung der Demokratie sollte zum Nachdenken und zum konkreten Handeln führen. Mit Hilfe des auf dieser Webseite vorgestellten Paktes der Völker muss mehr Demokratie, mehr Mitbestimmung der Völker im Wirken der Vereinten Nationen, einziehen. Nur dadurch wird es zukünftig wirklichen Frieden zwischen den Völker, vertreten durch ihre Staaten, geben.
Horst Grützke, 2014