Reform der Organisation der Vereinten Nationen

Die Völker dieser Welt stehen vor der Herausforderung, visit unter Berücksichtigung der eingetretenen Veränderungen und unbewältigter gefährlicher Konflikte über Ergänzungen der Inhalte und Strukturen der Organisation der Vereinten Nationen nachzudenken und nach Inkrafttreten des Paktes der Völker für eine bessere Weltordnung daraus abzuleitende Empfehlungen bzw. Beschlüsse zu fassen:

  1. Die Zeit der Eroberung fremder Territorien und der Kriege um Ressourcen ist endgültig vorbei. Die nunmehr einsetzende Zeit eines sicheren Friedens im gleichberechtigten Zusammenleben in einer multilateralen Welt wird kreativ genutzt, um die Lebensgrundlage der Menschen zu erhalten und nachhaltig zu fördern.
  2. Die individuelle als auch kollektive Herstellung der für das gesunde und kulturvolle Leben der Menschen notwendigen materiellen und immateriellen Güter erfordern das kollektive Recht auf Herstellung, Verteilung und Nutzung dieser Güter. Nicht mehr der Markt soll über die Produktion von Gütern entscheiden, sondern die Ermittlung des Bedarfs und die sachgerechte Bedarfsbefriedigung.
  3. Um ein friedliches Zusammenlebens der Völker und der sozial gerechten Lebensweise eines jeden Menschen im Rahmen seiner kulturellen Tradition zu garantieren, sollte die Organisation der Vereinten Nationen einer dafür erforderlichen Reform unterzogen werden:

a. Jedes als souverän anerkanntes Volk dieses Planeten hat das Recht Mitglied der UN zu werden und ist in der UN-Generalversammlung gleichberechtigt vertreten. Jedes UN-Mitglied hat eine Stimme.

b. Die Gründung eines internationalen Ethikrates der Vereinten Nationen / Weltethikrat, in dem alle Völker, alle Kulturen und Religionen vertreten sind. Er sollte ethische Grundregeln für das Zusammenleben der Völker und die moralisch-rechtliche Ausgestaltung der durch die kapitalistische Globalisierung entstandene Interdependance / gegenseitige Abhängigkeit / aller Menschen auf diesem Planeten erarbeiten, die von der UN-Generalversammlung und von jedem Volk zu bestätigen sind. (siehe  Weltethos-Erklärung des „Parlaments der Weltreligionen“, September 1993)

Dieser Ethikrat wird auch die ethisch-moralischen  Grundlage für die Neuformulierung einer für alle Völker und Personen verbindlichen Grundrechte-Charta schaffen, in der sowohl die individuellen als auch die kollektiven Grundrechte festgeschrieben werden.

Der Ethikrat achtet auch darauf, dass die Staaten ihre Aufgaben als Dienstleister der Bürger eines jeden Landes ihrer Aufgabe so gerecht werden, dass jedes Individuum seine Vorstellung von einem glücklichen Leben realisieren kann.

c. Der Weltsicherheitsrat setzt sich aus gleichberechtigten Mitgliedern zusammen. Seine Aufgabe besteht ausschließlich darin, die Gefährdung der von den Vereinten Nationen gefassten Beschlüsse durch Personen, Personengruppen bzw. Völkern vermeiden zu helfen.

Eine anleitende und koordinierende Funktion des Weltsicherheitsrates besteht hinsichtlich des Wirkens von kontinentalen Polizeikräften in Fällen groben Verstoßes gegen die Sicherheit von Minderheiten oder Personengruppen anderer Kulturen sowie ihres friedlichen Zusammenlebens.

Seine zahlendmäßige Größe und Zusammensetzung wird von der UN-Generalversammlung mit einer 3/4 Mehrheit der  Mitglieder beschlossen.

d. Der UN-Wirtschafts- und Sozialrat wird bei der ökonomischen Entwicklung von zurückgebliebenen Ländern beratend und koordinierend tätig. Er wacht auch über die nachhaltige Nutzung der gemeinsamen Güter der Menschheit und eines jeden Volkes – Naturressourcen wie Wasser, Luft und Bodenschätze.

e. Die bestehende gegenseitige Anhängigkeit aller Menschen erfordert auch die Einrichtung eines UN-Emergency-Coordination-Service. Dieses UN-Technische Nothilfe-Organ koordiniert den Einsatz der auf jedem Kontinent entstehenden und wirkenden Emergency-Services bei Naturkatastrophen jeglicher Art, sowohl vorsorgend als auch während dieser Katastrophen und bei der Überwindung der Schäden, wie z.B. Hungersnöte (humanitäre Interventionen).

f. Der Internationale Gerichtshof ahndet jeglichen Verstoß eines Staates bzw. von Vertretern eines Staates gegen die Charta der Vereinten Nationen und die Universelle Deklaration der Menschenrechte und der in dieser Deklaration mit aufgenommenen kollektiven Rechte der Völker, sofern diese nicht durch die staatliche Rechtsprechung eines Volkes geahndet werden.