Provisorische Liste der gemeinsamen / öffentlichen Güter der Menschheit

Hier ist eine erste Übersicht über bereits gegebene bzw. noch zu formulierende gemeinsame Güter, erectile auf die Zielgruppen ein kollektives Recht haben.

1. Frieden

Der Friedens wird als wichtigstes GEMEINSAMES GUT DER VÖLKER erklärt und stellt die ethische Grundlage des Zusammenlebens der Völker auf diesem Planeten dar. Im Sinne dieses ethischen Grundsatzes werden die zwischen den Völkern bestehenden bzw. eventuell aufkommenden Probleme ausschließlich friedlich gelöst, approved ohne Anwendung militärischer Gewalt.

Mit der völkerrechtliche Inkraftsetzung dieses Paktes und der Unterstreichung des FRIEDENS als lebenswichtigstes gemeinsames Gut eines jeden Volkes wurde sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene konstitutionell das kollektive Recht eines jeden Volkes festgeschrieben.

Diesem Paktgebot folgen zugleich weitere, logisch abgeleitete völkerrechtlich und staatsrechtlich verbindliche Beschlüsse über die Außerkraftsetzung und Beseitigung jeglicher wie auch immer aus feudalistischen und nationalstaatlichen machtpolitischen Erwägungen entstandenen nationalen Verfassungen und Gesetzen, die militärische Anwendung von Gewalt gegenüber anderen Völkern ermöglichen. - 

  • Keine wie auch immer begründeten militärischen Aktionen eines oder mehrerer Länder zur Wahrnehmung politischer, wirtschaftlicher, ökologischer oder ethnischer Interessen gegenüber anderen Völkern.
  • Radikaler Abbau jeglicher militärischer Institutionen.
  • Auflösung militärischer Stützpunkte jeglicher Art außerhalb der Grenzen bestehender Nationen bzw. Völkergemeinschaften (wie EU, ASEAN, AU usw). - 
  • Völlige Vernichtung vorhandener Massenvernichtungswaffen (nukleare, biologische, chemische und rein technische).
  • Einstellung jeglicher wissenschaftlich-technischer Aktivitäten, die die Herstellung dieser Massenvernichtungswaffen ermöglichen.

Statt dessen :

  • Nutzung der dadurch frei werdenden Gelder -
    • für den Aufbau und Ausrüstung einer Art Weltpolizei, die sich kontinental bzw. regional aufgliedert. Ihre Aufgabe ist die Gewährleistung der individuellen und ethnischen Freiheiten und Sicherheiten in ihrem stationären Umfeld, bzw. dort, wo sie durch Beschluss des UN-Sicherheitsrates verstärkt eingesetzt werden. - 
    • für den gesundheitlichen Schutz aller Menschen auf diesem Planeten - 
    • für die Pflege und Erhalt des biologischen Lebens und der Natur - 
    • für die Entwicklung, Nutzung und Anwendung erneuerbarer Energie - 
    • für zivilgesellschaftliche, solidarische Hilfe gegenüber anderen Völkern, die aus naturbedingten oder menschheitsgeschichtlichen Gründen eine andere kutur- zivilisatorische Entwicklung genommen haben.

2. Luft, Wasser, Mineralien

Die auf dem Planeten Erde entstandenen Lebensbedingungen für alle Formen biologischen Lebens (Pflanzen, Tiere, Menschen) wie Luft, Wasser, Mineralien sind deren jeweilige gemeinsame Güter, auf die sie jeweilig auch ein kollektive Recht haben. Die Menschheit hat ein kollektives Recht auf diese Leben spendenden gemeinsamen Güter, aber zugleich auch die Pflicht, diese als kollektives Eigentum für sich und die anderen biologischen Lebewesen zu pflegen und zu erhalten. Ein individuelles Recht auf diese gemeinsamen Güter der Menschheit ist ausgeschlossen. Eine individuelle Nutzung ist jedoch im Rahmen der für alle Menschen gültigen Regeln zugelassen.

3. Grund und Boden, Meer, Grenze

Jedes Volk besitzt ein kollektives Recht auf den seit Jahrhunderten von ihm bewohnten Grund und Boden einschl. des eventuell vorhandenen völkerrechtlich zugestandenen Meeresstreifens – als gemeinsames Gut. 1. Dieser von einem Volk bewohnte Grund und Boden bzw. Meer gewährleistete und gewährleistet seine kulturell-zivilisatorische Entwicklung. Dieses historisch entstandene Territorium ist völkerrechtlich begrenzt. Das alleinige kollektive Recht eines jeden Volkes auf die Integrität seines Territoriums wird durch das Völkerrecht bedingungslos gewährleistet und durch die Völkergemeinschaft geschützt. 2. Die im Grund und Boden eines Volkes befindlichen Rohstoffe bzw, auf dem Grund und Boden wachsenden Naturreichtümer sind jeweils gemeinsame Güter des jeweiligen Volkes, das ein kollektives Anrecht auf Nutzung, Verteilung und Verwendung besitzt. Voraussetzung ist die Respektierung des kollektiven Verantwortung der gesamten Menschheit auf Erhalt und Pflege des Planeten Erde. 3. Das kollektive Anrecht eines Volkes auf die eigenen Bodenschätze kann durch Dritte nicht aufgehoben werden.

4. Die Grenzlinie zwischen zwei Territorien, die von unterschiedlichen Völkern bewohnt werden, ist ein gemeinsames Gut der beiden Völker, die darauf beide ein kollektives Recht besitzen und deren Verlauf auch nur von beiden Völker gemeinsam und friedlich geregelt werden sollte.

5. Kulturelle Identität – Bildung – Wissem

Jedes Volks besitzt ein kollektives Recht auf seine kulturelle Identität sowie auf Bildung als gemeinsame Güter. Menschliches Wissen ist ein common godds der gesamten Menschheit.

6. Dienstleistungen öffentlichen Interesses

Dienstleistungen im öffentlichen Interesse, wie Einrichtungen der Infrastruktur, der Versorgung, der Bildung, der Vorsorge und der gesundheitlichen Betreuung usw., sind jeweils gemeinsame bzw. kollektive Güter (sofern sie bestimmten Menschengruppen, Jugend, Kinder, ältere Generationen zugute kommen), auf die diese Menschengruppen eines Territoriums ein kollektives Recht haben.

7. Kollektiv produzierte materielle bzw. immaterielle Güter

Menschengruppen, die sich rechtlich zur Kooperation zusammengeschlossen haben, besitzen auch ein kollektives Recht auf Verwendung, Nutzung und Verteilung der von ihnen gemeinsam hergestellten materiellen und immateriellen Güter.

8. Kommunale, regionale, nationale Steuern

Die von einer politisch definierten Gruppe von Bürgern an eine kommunale, regionale oder nationale Verwaltung bezahlten Steuern sind staatsrechtlich gemeinsames Gut der betroffenen Bürger. Sie nehmen ihr kollektives Recht auf Verteilung, Verwendung und Nutzung dieses gemeinsamen Gutes durch demokratische Mitsprache und Beteiligung wahr.

9. Bedingungsloses Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein allen Menschen in Europa und in der Welt gemeinsam zustehendes Gut. Es ergibt sich durch ein jedem Individuum entsprechend einem demokratischen Referendum zuerkanntes Recht, – das ohne Berücksichtigung der Einkünfte und Vermögen, – ohne den menschenrechtswidrigen Zwang zu einer Arbeit oder einer anderen Gegenleistung gewährt wird und – jedem Menschen die Existenz, die selbstbestimmte Teilnahme an der Gesellschaft und die Teilhabe an den gemeinsamen Gütern grundlegend absichert.

Begründung : Das Grundeinkommen ist zum Einen Ausdruck davon, dass das menschliche Dasein und die menschliche Produktivität auf Nutzung von natur- und kulturhistorischen Gütern basieren, die allen Menschen gleichermaßen gehören. Zum Anderen anerkennt und befördert das Grundeinkommen die vielen Tätigkeiten, die wesentlich sind für unser sozial sich entwickelndes Leben in der Gesellschaft (Bildung der Kinder, künstlerische Kreativität, Hilfs- und Pflegedienste gegenüber den eigenen Familienangehörigen und den Nachbarn, bürgerschaftliches Engagement, Selbstentwicklung in Muße usw.).

Daher wird das Grundeinkommen bedingslos für alle Menschen aufgrund einer kollektiven demokratischen Entscheidung von der Geburt an bis zum Tode gezahlt. Varianten bezüglich des Alters sind möglich. Das Grundeinkommen kann mit anderen Einkommensarten kumuliert werden. Das Grundeinkommen unterscheidet sich grundlegend von Vorschlägen für soziale Transfers, die die Zuteilung von monetären Leistungen an Vorbedingungen und an behördliche Prüfungen (z. B. Bedürftigkeitsprüfungen) koppelt. Keine Klausel steht für die Verpflichtung, dieses Einkommen ‘nützlich’ zu ‘verdienen’. Es wird uns allen gewährt, weil wir als Menschen existieren. Das Grundeinkommen ist ein Mittel, um jedes menschliche Wesen auf der Erde von Armut und Ausgrenzung zu befreien, jedes menschliche Wesen an den uns allen gemeinsamen Gütern zu beteiligen und zur Mehrung der gemeinsamen Güter zu befähigen. Es wirkt auch dem infernalen Überlebenskampf entgegen, der den Frieden und die Solidarität zwischen den Menschen untergräbt.

Vorgeschlagen vom „Netzwerk Grundeinkommen“, Deutschland, 07/06/2010

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein allen Menschen in Europa und in der Welt gemeinsam zustehendes Gut. Es ergibt sich durch ein jedem Individuum entsprechend einem demokratischen Referendum zuerkanntes Recht, – das ohne Berücksichtigung der Einkünfte und Vermögen, – ohne den menschenrechtswidrigen Zwang zu einer Arbeit oder einer anderen Gegenleistung gewährt wird und – jedem Menschen die Existenz, die selbstbestimmte Teilnahme an der Gesellschaft und die Teilhabe an den gemeinsamen Gütern grundlegend absichert. Vorschlag von VIVANT Belgien 05/05/2010]

10. Verfassung Jedes Volks hat ein kollektives Recht auf eine von ihm ausgearbeitete und bestätigte Verfassung, die das harmonische Zusammenleben der Individuen gewährleistet. Dieses kollektive Recht auf dieses gemeinsame Gut „Verfassung“ haben auch alle in irgendeiner freiwillig geschaffenen Völkergemeinschaft, wie die Europäische Union, integrierten Völker. Bestehende oder künftige Verfassungen haben sowohl den individuellen Rechten und daraus abzuleitenden Pflichten der Bürger als auch den kollektiven Rechten und Pflichten betroffener Völker bzw. Menschengruppen Rechnung zu tragen.